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Gastbeitrag von Stefanie Puckett

Impostor Syndrom – was kann das Team tun?

Das Impostor Syndrom – oder Hochstapler Phänomen – begegnet den meisten von uns zumindest einmal im Leben, dies sagen Studien. Vielleicht, wenn wir einen neuen Job angetreten haben, befördert wurden, vor einem neuen Kunden oder Klienten stehen. Wir machen uns Sorgen, den Erwartungen an unsere Kompetenz, die das Gegenüber hat, nicht zu entsprechen. Fast kommt es uns so vor, als hätten wir uns die Stelle oder den Auftrag erschlichen, indem wir andere glauben ließen, wir seien geeignet. Wirklich verdient, so glauben wir, haben wir diese Anerkennung nicht.

CAREERS LOUNGE präsentiert Gastbeiträge: Dr. Stephanie Puckett
Kennen Sie das Impostor Syndrom oder Hochstapler Phänomen?

Diese Gefühle werden als Impostor-Syndrom – oder Hochstapler-Phänomen – beschrieben. Erfolg schreiben wir allein unserer sehr harten Arbeit oder reinem Glück zu. Nicht aber unseren Fähigkeiten. An denen zweifeln wir.

Warum ist das Impostor-Syndrom problematisch?

Eine Folge des Syndroms kann das Ablehnen von Lob oder Anerkennung sein, aber auch ein gewisser Rückzug aus dem „Rampenlicht“. Selbstzweifel bzw. die Angst, als Hochstapler entlarvt zu werden, kann uns davon abhalten, unsere volle Leistung zu bringen und diese auch sichtbar zu machen.

Wo wird das Impostor-Syndrom heute zum Problem?

Gerade in modernen Organisationen und im Zuge der Erreichung von mehr Agilität im Unternehmen, erhalten Teams aber auch Einzelne die Chance, Einfluss zu nehmen, etwas zu bewegen, Initiativen zu starten. Unabhängig von der Position, die man innehat, auch unabhängig von der Seniorität, die sich in einem Jobtitel ausdrückt, geht es um die Idee. So wird in der Organisation auf allen Ebenen geistiges und kreatives Potenzial viel stärker ausgeschöpft.

Herausforderung, Verantwortung anzunehmen

Mit der Chance, im professionellen Umfeld zu wirken und mit den eigenen Ideen oder Ansätzen einen Unterschied zu machen, kommt auch die Herausforderung, die Verantwortung dazu anzunehmen. Dies muss sich der Einzelne zunächst einmal zutrauen.

Neuland betreten

Für viele handelt es sich um Neuland. Nicht nur die Übernahme von Verantwortung, auch das Kommunizieren der eigenen Ideen. Aber auch das aktiv werden in einem sich verändernden Umfeld, das sich „New Work“ oder „Agilität“ auf die Fahnen geschrieben hat.

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Durch New Work wird der Status Quo zu Old Work

Wo „New Work“ eingeführt werden soll, wird der Status Quo und alle Beteiligten, zu „Old Work“ deklariert. Für manche kommt dies der Annahme gleich, dass sie Anfänger in dem neuen Arbeiten sind. Für Menschen, die dazu tendieren, ihre eigenen Fähigkeiten anzuzweifeln, oder gar vom Impostor-Syndrom betroffen sind, kann dies sehr bremsend wirken. Die Initiative, die man sich erhoffte, das kreative Gestalten, die Selbstorganisation, und proaktive Anpassen an Veränderungen auf dem Markt, werden so erschwert.

Welche Rolle spielt das Team?

In modernen Organisationen kommt dem Team mehr Bedeutung zu. Über Selbstorganisation und geteilte Verantwortung, hat das Team nicht nur einen höheren Handlungsspielraum, sondern spielt auch eine viel größere Rolle in der Begleitung und Entwicklung seiner Mitglieder. Wo uns früher ein guter Vorgesetzter zur Seite stand, brauchen wir nun das Team.

Was kann das Team tun?

Wie oben geschildert, tendieren Menschen, die gerade vom Impostor-Syndrom betroffen sind, dazu an ihren Fähigkeiten und Kompetenzen zu zweifeln. Auch ihre Erfolge erkennen sie nur schwer an und führen sie eher auf den Zufall zurück. Gerade dort, wo neue Aufgaben anstehen, oder wo die Art der Zusammenarbeit sich stark ändert, wie etwa bei der Einführung von Selbstorganisation im Team, oder der Erwartung von Eigeninitiative, kann viel Unsicherheit aufkommen.

Das Team ist das direkte Umfeld und spielt so eine ganz entscheidende Rolle dabei, seine Mitglieder zu stärken und zu ermutigen. Ein paar einfache Maßnahmen können dabei sehr effektiv sein. Einige Beispiele sind:

Zwei einfache Routinen...

Erbrachte Leistungen ansprechen und anerkennen. Das Team kann es sich zur Gewohnheit machen, die Leistung einzelner hervorzuheben. Eine Retrospektive bietet sich hier optimal an. Man könnte die Frage „Was wurde besonders gut gemacht/ was hat dem Team besonders geholfen?“ auf die Agenda setzen und reihum für jedes Teammitglied beantworten lassen.

Ideen ermutigen und ausarbeiten, statt sie zu bewerten. Werden im Team Ideen besprochen, können ein paar einfache Regeln verhindern, dass Ideen – und damit gefühlt auch die Ideengeber – bewertet werden. Wird eine Idee präsentiert sollte danach nicht „die Meinung“ dazu erfragt werden, sondern ganz konkret: „Was findet Ihr an der Idee gut?“ und „Wie könnte uns diese Idee helfen?“. Damit werden die Teammitglieder dazu angeregt, die guten Ansätze herauszugreifen und weiterzuentwickeln. Statt Schwachstellen aufzuzeigen, wird nach Möglichkeiten gesucht, die Idee auszufeilen und wirksamer zu machen.

... und eine kleine Übung

Um Stärken sichtbar zu machen, bietet sich eine kleine Übung an. Sie kann Bestandteil eines Teammeetings sein, oder auch einer Weihnachtsfeier beispielsweise. Hierzu bekommt jeder eine Karte pro Teammitglied, auf die man aufschreibt, was man an der Person besonders schätzt, oder sie besonders gut kann, also eine Stärke. Dazu notiert man ein kleines Beispiel: eine Situation, in der dies sichtbar geworden ist. Je konkreter man schildert, wie die positive Wirkung entstanden ist, desto besser. Am Ende werden die Karten an die jeweiligen Personen verteilt.

Unterstützung durch das Team fördert Sicherheit

Etwas so Simples, wie das zielgerichtete Arbeiten mit produktiven Fragen kann dabei nicht nur Einzelnen helfen, ihr Impostor-Syndrom oder auch nur einzelne Unsicherheiten zu überwinden, es kann auch das Teamklima verändern. Psychologische Sicherheit wird so genauso gefördert wie Lösungsorientierung. Zwei wesentliche Elemente, die die Leistung des Teams erhöhen können.

Wie Sie sich optimal auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten und einstellen können, und als Führungskraft Ihre Mitarbeitenden dabei kompetent begleiten können, lesen Sie in dem Buch „Moderne Führung und Selbstorganisation – mit psychologischem Wissen Zukunftskompetenzen entwickeln“ von Dr. Stefanie Puckett im Haufe Verlag.

Das Buch zum Thema

Buchtipp: Moderne Führung und Selbstorganisation

 

 

CAREERS LOUNGE BUCHTIPP:

Moderne Führung und Selbstorganisation: Mit psychologischem Wissen Zukunftskompetenzen entwickeln

Herausgeber: ‎ Haufe; 1. Auflage 2021 (14. September 2021)
Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 262 Seiten
ISBN-10 ‏ : ‎ 364815561X
ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3648155615
Preis: 39,95€
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