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Gastbeitrag von Anne M. Schüller

Reverse Mentoring: So werden Unternehmen zukunftsfit

Das klassische Mentoring ist in vielen Unternehmen verbreitet. Dabei kümmert sich ein Dienstälterer um eine noch weniger kundige jüngere Person, damit diese sich in vordefinierten Bereichen zügig weiterentwickeln kann. Im Reverse Mentoring macht man es genau umgekehrt: Der Junior coacht den Senior.

CAREERS LOUNGE präsentiert Gastbeiträge: Anne M. Schüller
Reverse Mentoring: Junior coacht Senior

Im Rahmen einer Studie der Hochschule RheinMain kristallisierten sich folgende fünf Mängel bei Führungskräften heraus:

Offene Kommunikation: 35%

Sicherer Umgang mit sozialen Medien: 30%

Regelmäßiges offenes Feedback: 29%

Transparenz: 28%

Offenheit für Kritik: 26%

Genau bei der Verbesserung dieser Punkte können Millennials, die als interne Mentoren agieren, eine sehr große Hilfe sein. So drehen sich beim Reverse Mentoring die Rollen des klassischen Mentoring um: Der Junior, also der Mentor, coacht den Senior, den Mentee, auf den Themengebieten, die „Jung“ besser kann als „Alt“.

Damit das Reverse Mentoring klappt

Zugeschrieben wird das Konzept Jack Welch, dem langjährigen CEO des Mischkonzerns General Electric. Schon Ende der 1990er Jahre erkannte er, dass sein Managementteam noch viel über das damals junge Internet zu lernen hatte, um nicht auf der Strecke zu bleiben. So forderte er seine Führungskräfte auf, interne Mentoren zu finden, um sich von diesen mit dem Web vertraut machen zu lassen. Jack Welch ging, so heißt es, dabei mit gutem Beispiel voran.

Die Grundvoraussetzungen

Die Grundvoraussetzungen, damit das Reverse Mentoring gut funktioniert: Es darf keine Konkurrenzsituation und keine hierarchische Abhängigkeit bestehen. Zuverlässigkeit, Integrität, Offenheit und Ehrlichkeit sind ein Muss. Zudem braucht es Freiwilligkeit auf beiden Seiten verbunden mit absoluter Diskretion. Die Akteure müssen menschlich zueinander passen sowie Vertrauen und Respekt füreinander besitzen. Sie betrachten sich als gleichwertig und begegnen sich auf Augenhöhe.

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Die Ziele im Reverse Mentoring

Vornehmliches Ziel des Reverse Mentorings ist es, die digitale Fitness im Unternehmen insgesamt zu erhöhen, Prozesse und Strukturen zu verjüngen, altgewohnte Kommunikations- und Arbeitsweisen an die Erfordernisse der Zukunft anzupassen sowie ältere Kollegen, Führungskräfte und das Topmanagement mit der Lebenswelt der Millennials vertraut zu machen. Dabei bieten sich vor allem folgende Themen an:

  • Arbeitsorganisation
  • Führungsverhalten
  • Recruitingmethoden
  • Onlinemarketing
  • neue Geschäftsmodelle

So ist das Reverse Mentoring auch ein hervorragendes Tool, um eine lernende Organisation aufzubauen. Abgesehen davon ist es eine sehr kostengünstige Form der freiwilligen Mitarbeiterentwicklung.

Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis

Beim Pharma- und Chemieunternehmen Merck wurde ein Reverse Mentoring Programm bereits vor Jahren ins Leben gerufen. Waltraud Hellmann, Leiterin für HR Service Level Management und Customer Experience, war eine der ersten Mentees in diesem Programm.

Ihr sei es darum gegangen, „die Hemmschwelle vor der neuen Technik zu überwinden und nicht nur die Risiken zu sehen“, erläutert sie. „Ich wollte auch die damit verbundenen Chancen erkennen, für mich persönlich, aber auch als Führungskraft im Unternehmen.“ Mit den neuen Begriffen sei sie sich stellenweise vorgekommen „wie bei einem Sprachtraining“, erzählt sie weiter. Auch eine Reihe von Vorurteilen habe sich nicht bestätigt, etwa jenes, das nahezu jeder in der jungen Generation bedenkenlos Facebook & Co. nutze und dabei nur wenig Wert auf Datenschutz lege. „Heute bin ich sicherer im Umgang mit Web-2.0-Anwendungen und nutze zum Beispiel eine Community für meinen Job.“

Große Hilfe im anstehenden Wandel

Mithilfe des Reverse Mentorings kann „junges“ Gedankengut durch das gesamte Unternehmen wandern und frischen Wind hereinbringen. Genau das ist jetzt wichtiger als jemals zuvor. Mit Konzepten aus prädigitalen Wirtschaftszeiten kommt heute niemand mehr weit. Ein zaghaftes Auffrischen von Bestehendem reicht ebenfalls nicht. Vieles muss einer schöpferischen Unruhe und manches einer schöpferischen Zerstörung (Joseph Schumpeter) preisgegeben werden, um sich für den Wettbewerb der Zukunft zu rüsten. Weitermachen wie bisher? Für die Old Economy keine Option. Ein Re-Start ist dran.

Doch vor den technologischen Innovationen sind zuallererst Managementinnovationen dringend vonnöten. Ein Umbau der Unternehmensorganisation und neue Führungsmodelle stehen fast überall an. Dabei kann das Reverse Mentoring zugleich Befruchter, Bahnbrecher und Brückenglied sein, um fit für die Zukunft zu machen.

CAREERS LOUNGE BUCHTIPP:

Anne M. Schüller, Alex T. Steffen: Fit für die Next Economy
Zukunftsfähig mit den Digital Natives

Wiley Verlag
ISBN: 978-3-52750-911-9
2017
272 Seiten
€ 19,99, Gebundene Ausgabe
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