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Nachlese zum CAREERS LOUNGE Event mit Anselm Bilgri in München

Anselm Bilgri, der sich selbst mit einem Schmunzeln als ehemaligen „CFO“ des Kloster Andechs bezeichnete, ist ein Praktiker, der weiß, wie Unternehmen zum Erfolg geführt werden. Dass es dabei Sinn machen kann, sich an der alten Benediktsregel aus dem Jahre 529 zu orientieren, legte er in seinem Vortrag „Die Benediktsregel für erfolgreiche Führung“ in der CAREERS LOUNGE eindrucksvoll dar. Die Benediktsregel ist ein vom heiligen Benedikt von Nursia verfasstes Klosterregularium, die Grundlage des Ordens der Benediktiner, und beinhaltet Prinzipien, die, nach Anselm Bilgri modern interpretiert, auch für unser heutiges Wirtschaftsleben und Management von ungebrochener Aktualität und Bedeutung sind.

Anselm Bilgri
Anselm Bilgri über die Benediktsregeln.

Arbeiten - Innehalten – Zeit nehmen

„Die Regel des heiligen Benedikt“ beschrieb Anselm Bilgri als „Organisationshandbuch und zugleich Weltliteratur“. Bereits der berühmte Satz „Ora et labora“ („Bete und arbeite“) mache deutlich, dass damals wie heute Arbeit als wesentlicher Bestandteil eines erfüllten und sinnvollen Lebens betrachtet worden sei. Um diese Sinngebung zu leisten, komme es besonders auf eine werteorientierte Führung an, auf eine Kultur des Dienens von oben nach unten, bei der die Führung sich nachhaltig dafür einsetzt, die Mitarbeiter bei der Erfüllung ihrer Aufgaben bestmöglich zu unterstützen.

Benediktsregel, modern ausgelegt, spricht Manager an

Eine werteorientierte Führung, die auch die Selbstverantwortung der Mitarbeiter stärkt und die gegenseitige Wertschätzung lebt, werde zum Wachstum und Gedeihen eines Unternehmens daher wesentlich beitragen. Der Gründer der „Akademie der Muße“ betonte darüber hinaus, dass es gleichermaßen wichtig sei, sich bei allem Tun immer wieder regelmäßig Zeiten zum Innehalten zu gönnen.

Wichtigste Regel: Zuhören

Innerhalb der Benediktsregel kommt besonderen „Tugenden“ grundlegende Bedeutung zu, allen voran dem „Gehorsam“– wobei dies vom Wortsinn her bedeutet: „Eifrig sein im Horchen und zu einer gemeinsamen Haltung kommen“, wie Anselm Bilgri aus der Etymologie herleitete. „Modern würde man das vielleicht auch als „mindfulness“ bezeichnen“, erklärte er. Dieses nach der zeitgemäßen Übersetzung von ihm dargestellte wesentliche „Hören – Annehmen – und Tun“ der Führungsverantwortlichen umfasst unterschiedliche Facetten wie grundsätzliche Dialogbereitschaft, aktives Hinhören, Aufgeschlossenheit und Loyalität.

Jüngere zu Worte kommen lassen

Laut Anselm Bilgri ist das „Horchen“ der Führungskraft auf die Meinung der Mitarbeiter von größter Bedeutung. Führungskräfte sollten bei ihren Themen häufiger den Rat der Mitarbeiter einholen und erst anschließend, nach dem Austausch, mit sich selbst zurate gehen und entscheiden. Dabei sei es unerlässlich, Kritik annehmen zu können. Vor allem sollten auch Jüngere gehört werden, da diese oft gute und frische neue Ideen hätten.

„Innovation findet immer an den Grenzen statt“

„Innovation findet immer an den Grenzen statt“, betonte der Theologe und heutige Unternehmensberater und erklärte, dass „immer eine Grenze des Denkens überschritten werden müsse, um Neues zu entdecken“. Hier hob er hervor, dass auch eine Innovation wie das Personal Scouting der CAREERS LOUNGE von Wichtigkeit sei, um neue Herangehensweisen im Personal Marketing zu ermöglichen.

Personal Scouting – Neues Denken

Er nahm damit Bezug auf die Eröffnungsworte von Jürgen Bockholdt, CEO der CAREERS LOUNGE, der erläutert hatte, wie das Personal Scouting Persönlichkeiten dabei unterstützt, Erfüllung und Selbstverwirklichung im Beruf zu finden. Innerhalb weniger Monate seit der Einführung haben sich bereits Hunderte top-qualifizierter High Potentials - Fach-, Vertriebs-und Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen – angemeldet, die in Zukunft mit der CAREERS LOUNGE Ausschau nach ihrem neuen Wunscharbeitgeber halten. Für die Seite der Unternehmen bieten sich darüber hinaus neue Möglichkeiten, ihre Strategie zum Aufbau des Employer Brandings zu optimieren und das Personal Scouting im Zuge der Erweiterung ihrer Personalstrategie für sich zu nutzen.

Herz und Verstand berührt

Die philosophischen Betrachtungen von Anselm Bilgri führten zu einer angeregten Diskussion der Teilnehmer über die Führungsprinzipien heutiger Unternehmen. Einige Gäste sagten, dass ihnen Anselm Bilgri aus dem Herzen gesprochen habe, weil ihrer Erfahrung nach die mangelnde Kommunikation ein Hauptgrund sei, weshalb Mitarbeiter unzufrieden seien und sogar beruflich ausbrennen würden.

Fazit: Inspirierend

„Die Benediktsregeln und deren neuzeitliche Interpretation von Anselm Bilgri sind sehr inspirierend und anspruchsvoll“, so Jürgen Bockholdt, CEO der CAREERS LOUNGE. „Die lebhafte Diskussion nach dem Vortrag zeigt, wie relevant die Themen sind. Aus unserer Warte tun wir das Mögliche, und durch unsere Kompetenzen in Personal Scouting und Corporate Excellence wollen wir Unternehmen unterstützen, nachhaltig zu agieren.“

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